Geldwissen

Inflation, Kaufkraftverlust

Wir alle haben gelernt mit Zahlen zu rechnen und schon als Kinder Stück für Stück ein Gefühl für das Geld zu entwickeln. Was kostet wie viel und ist das jetzt teuer oder günstig!? Wir alle kennen Wertsteigerungen und Wertverluste aus unserem täglichen Leben, auch wenn wir uns dies nicht immer bewusst machen.

Ein alter Stuhl, ein altes Auto... entweder es besitzt noch einen Wert, weil es gut erhalten und gepflegt ist oder die besten Jahre sind vergangen und es hat nur noch Schrottwert. Das Material trägt zumindest einen Wert in sich, auch wenn der eigentliche Nutzen evtl. längst Vergangenheit ist.

Wie entsteht Inflation?

Die Inflation entsteht im Wesentlichen dadurch, dass das gedruckte oder digitale Geld nicht mit einem realen Gegenwert belegt ist, bzw. die Werte in Relation nicht (mehr) zueinander passen und in der Konsequenz das Einzelne weniger Nutzen, Kraft, Wert hat.

Ein Beispiel zur Vereinfachung: Stellen Sie sich vor, Sie haben einen Kuchen gebacken. Sie schneiden ihn in 12 Teile, weil Sie 12 Personen erwarten. Jeder bekommt ein Stück. Wenn nun 3 unerwartete Gäste kommen, bekommt jeder nur einen Bissen weniger - das fällt nicht weiter auf! Stellen Sie sich die Feier nun nicht auf ein paar Stunden, sondern über einen längeren Zeitraum vor und wenn nicht nur 3 Leute mehr kommen, sondern plötzlich 30, 50, 100 Leute da sind, dann bleibt für den Einzelnen nichts mehr übrig.
Noch besser: Einige haben Ihr Stück bereits aufgegessen und wer zu spät kam, hat gar nichts mehr bekommen.

Der Zins ist die zweite Wurzel allen Übels

Wenn Sie 100% in einem System haben, und plötzlich aber 103% benötigt werden, müssen diese 3% irgendwo herkommen. Sie werden extra hierfür geschaffen und fließen dann in das System ein. Dass dieses System irgendwann kollabieren muss, liegt in der Natur der Sache.

Lösen Sie sich von Zahlen

Was ist mehr? Was ist mehr Wert!? 100.000 oder 1.000.000?
Nichts von beiden, da Sie nicht wissen, welches die Einheit dahinter ist! Die Information, um was es sich handelt, um es vergleichen zu können.

Dass 100.000 Euro deutlich mehr sind, als es 1.000.000 Italienische Lire waren, weiß fast jeder, der die Zeit der eigenen Währungen noch bewusst miterlebt hat. In Italien war man als Millionär in Deutschland fast ein armer Schlucker, selbst wenn man jeden Monat erneut Millionär wurde (1 DM = ca. 1.000 Lire = 0,51 EUR)!
Sie sehen z.B. dass Sie 2% Zinsen bekommen. Nun sind aus 1,00 EUR innerhalb eines Jahres 1,02 EUR geworden. Während das Obst letztes Jahr 0,99 EUR kostete, kostet es heute 1,09 EUR. Sie haben zwar gespart, aber kaufen können Sie das besagte Obst heute nicht mehr! Sie bekommen es einfach nicht mehr zu dem Preis von letztem Jahr!

Stetige "Angebote" und sich ständig verändernde Preise, viele Millionen von Wahlmöglichkeiten... Da bekommen Sie es kaum mit, wie Sie immer weniger für Ihr Geld bekommen, während der Lohn im Vergleich nicht gleichermaßen steigt.

Kaufkrafterhalt ist oberstes Ziel

Wichtig ist im Prinzip nur der Kaufkrafterhalt. Denn wenn Sie heute ein Auto einer bestimmten Qualität kaufen können, sollten Sie das in 10 oder 20 Jahren im Verhältnis immer noch können. Das sollte letztlich das erste Ziel sein.

Ob das Auto 30.000 EUR, 100.000 Zisterzen oder 15.000 Amero kostet, ist dabei völlig irrelevant, sofern Sie Ihre Kaufkraft erhalten konnten.

Mehrwert oder Geld sind nur bunte Zettel und ein wenig Metall

Geld hat in sich überhaupt keinen Wert. Die scheinbar wertvollsten Zahlungsmittel haben gerade einmal einen Brennwert. Wirklichen Mehrwert und damit Wertzuwachs - auch füür Ihre Kapitalanlagen - entsteht durch materielle oder immaterielle Werte, die geschaffen werden und diese kommen aus der Wirtschaft, aus dem menschlichen Geist, aus Hände Arbeit, usw.

Kaufkrafterhalt plus Mehrwert

Hierin steckt das Potential, dass aus Ihrem Kapital wirklich mehr wird, ohne dies auf den Nennwert zu beziehen. Nutzen Sie die Möglichkeiten, die es gibt, um Ihre Chance auf Kaufkrafterhalt deutlich zu erhöhen!